Fynnland

Fleech

Taste halten, sprechen, loslassen: Der Text steht im aktiven Feld.

Überblick

Worum es geht

Fleech ist ein Diktierprogramm für Windows. Du hältst eine Taste (standardmäßig F9), sprichst und lässt los. Kurz darauf steht der Text dort, wo der Cursor blinkt, in jedem Programm, das Text annimmt. Das Audio wird auf dem eigenen Rechner erkannt und nicht aufgezeichnet.

Ein Notizfenster mit der Datei team-update.txt und der Überschrift „Wochen-Update“. Darunter erscheint Fleechs Aufnahmeleiste mit einer Wellenform, die sich beim Sprechen bewegt. Danach zeigt eine dunkle Sprechblase über der Leiste den Rohtext mit „ähm“ und „äh, nein“ und die Zeile „Bereinige …“. Dann steht im Fenster der bereinigte Satz: „Hallo zusammen, ich schicke euch die Präsentation bis Freitagmittag, dann können wir sie am Montag durchgehen.“
Sprechen, loslassen: Der bereinigte Text steht im Feld.

So läuft ein Diktat

Zuerst wandelt die Spracherkennung das Gesprochene in Text um. Danach räumt eine lokale KI auf: Füllwörter wie „äh“ und „ähm“ verschwinden, und Zurückgenommenes fällt weg. Aus „Montag, nein, Dienstag“ wird „Dienstag“. Ganz kurze Diktate gehen ohne KI direkt durch.

Das leere Notizfenster team-update.txt mit der Überschrift „Wochen-Update“. Darunter Fleechs Aufnahmeleiste, darüber eine dunkle Sprechblase mit dem Rohtext „Hallo zusammen, ähm, ich schicke euch die Präsentation bis Donnerstag, äh, nein, bis Freitagmittag, dann können wir sie am Montag durchgehen.“ und der Zeile „Bereinige …“.
Vorher: der Rohtext mit „ähm“ und der zurückgenommenen Angabe.
Dasselbe Notizfenster, jetzt mit dem eingefügten Text „Hallo zusammen, ich schicke euch die Präsentation bis Freitagmittag, dann können wir sie am Montag durchgehen.“ Die Aufnahmeleiste ist wieder ausgeblendet.
Nachher: Füllwörter und der zurückgenommene „Donnerstag“ sind weg.

Wörter wie „halt“, „quasi“ oder „eben“ bleiben stehen. Sie gehören zu dem, was du gesagt hast.

Ob die KI sich an dein Diktat gehalten hat, prüft Fleech selbst. Fehlen zu viele deiner Wörter, kommen zu viele neue dazu oder sind Zahlen und Verneinungen verändert, bekommst du statt des bereinigten Textes den Rohtext. Mit Strg+Alt+Z ersetzt du den zuletzt eingefügten Text durch den Rohtext, bis zu zwei Minuten lang und solange der Cursor noch dahinter steht.

Außer dem Halten der Taste gibt es zwei weitere Weisen: Ein Druck schaltet das Diktat an und beim nächsten Druck wieder aus, oder du tippst die Taste kurz an und Fleech hört nach einer einstellbaren Pause auf.

Profile

Fleech bringt acht Profile mit, weitere legst du selbst an. Ein Profil legt fest, wie der Text bereinigt wird, und lässt sich einzelnen Programmen zuordnen. So kann dasselbe Diktat in zwei Programmen unterschiedlich ausfallen.

Ein Notizfenster website.txt mit dem Satz „Also die neue Website soll nächste Woche online gehen, vorher müssen wir aber noch die Texte prüfen und die Bilder komprimieren.“ Darunter Fleechs Aufnahmeleiste mit einem rötlichen Ring links und der Beschriftung „Standard“.
Standard: bereinigt, sonst wie gesagt.
Ein Fenster „Neue Nachricht“ an team@example.com mit dem Betreff „Website-Launch“. Der Text steht in eigenen Absätzen: „Guten Tag,“, „die neue Website soll nächste Woche online gehen.“, „Davor müssen wir die Texte prüfen und die Bilder komprimieren.“ und „Viele Grüße, Alex“. Darunter die Aufnahmeleiste mit einem blauen Ring und der Beschriftung „E-Mail“.
E-Mail: Anrede, Absätze und Gruß.
Ein Notizfenster todo.md mit drei Stichpunkten: „Neue Website soll nächste Woche online gehen“, „Texte prüfen“ und „Bilder komprimieren“. Darunter die Aufnahmeleiste mit einem grünen Ring und der Beschriftung „Stichpunkte“.
Stichpunkte: das Wesentliche als Liste.
Das Eingabefeld eines KI-Chatfensters mit einem gegliederten Auftrag: Rolle (Projektmanager für Webentwicklung und Content-Management), Kontext (die neue Website soll nächste Woche online gehen), Aufgabe (die Vorbereitung planen) und Anforderungen mit „Texte prüfen“ und „Bilder komprimieren“. Darunter die Aufnahmeleiste mit einem orangen Ring und der Beschriftung „KI-Prompt“.
KI-Prompt: als Auftrag für eine KI gegliedert.

Was ins Netz geht

Beim Einrichten lädt Fleech Spracherkennung und KI-Modell herunter und installiert, falls nötig, Ollama. Danach sucht es nur nach Updates und prüft gelegentlich, ob es ein besseres Modell gibt. Installiert wird ein Update erst auf deinen Klick. Die Modellprüfung ist standardmäßig eingeschaltet und lässt sich abstellen.

Wer will, wählt in den Einstellungen statt der lokalen KI einen Cloud-Anbieter mit eigenem Schlüssel. Dann geht der erkannte Text, nie das Audio, an diesen Anbieter. Ohne diese Wahl verlässt der Text den Rechner nicht.

Das Protokoll in Fleech zeigt standardmäßig nur Wortzahlen, keine Inhalte.

Voraussetzungen

Linux gibt es bisher nur zum Selbstbauen aus dem Quelltext.

Lizenzen

Fleech ist frei und kostenlos unter der MIT-Lizenz, der Quelltext liegt auf GitHub. Die Modelle haben eigene Bedingungen: Die Spracherkennung stammt von Whisper, die voreingestellte KI ist Gemma, für die Googles Nutzungsbedingungen gelten. Ausgeführt wird die lokale KI von Ollama (MIT-Lizenz).

Diese Beschreibung bezieht sich auf Version 6.4.0.

Häufige Fragen

Kostet Fleech etwas?

Nein. Wer einen Cloud-Anbieter mit eigenem Schlüssel einträgt, zahlt dessen Preis selbst.

Braucht Fleech ein Konto?

Nein.

Welche Sprachen kann ich diktieren?

Deutsch und Englisch.