Überblick
- Die Spracherkennung läuft auf dem eigenen Rechner. Das Audio bleibt im Arbeitsspeicher.
- Eine lokale KI streicht „äh“ und „ähm“ und setzt Satzzeichen. Wörter wie „halt“ oder „eben“ bleiben stehen.
- Weicht das Ergebnis zu stark vom Gesprochenen ab, fügt Fleech den Rohtext ein.
- Acht Profile sind dabei, weitere lassen sich anlegen. Jedes Profil kann einzelnen Programmen zugeordnet werden.
- Diktat auf Deutsch und Englisch, Oberfläche auf Deutsch.
- Der Installer ist rund 1 GB groß und nicht signiert, Windows warnt deshalb beim Start.
Worum es geht
Fleech ist ein Diktierprogramm für Windows. Du hältst eine Taste (standardmäßig F9), sprichst und lässt los. Kurz darauf steht der Text dort, wo der Cursor blinkt, in jedem Programm, das Text annimmt. Das Audio wird auf dem eigenen Rechner erkannt und nicht aufgezeichnet.

So läuft ein Diktat
Zuerst wandelt die Spracherkennung das Gesprochene in Text um. Danach räumt eine lokale KI auf: Füllwörter wie „äh“ und „ähm“ verschwinden, und Zurückgenommenes fällt weg. Aus „Montag, nein, Dienstag“ wird „Dienstag“. Ganz kurze Diktate gehen ohne KI direkt durch.


Wörter wie „halt“, „quasi“ oder „eben“ bleiben stehen. Sie gehören zu dem, was du gesagt hast.
Ob die KI sich an dein Diktat gehalten hat, prüft Fleech selbst. Fehlen zu viele deiner Wörter, kommen zu viele neue dazu oder sind Zahlen und Verneinungen verändert, bekommst du statt des bereinigten Textes den Rohtext. Mit Strg+Alt+Z ersetzt du den zuletzt eingefügten Text durch den Rohtext, bis zu zwei Minuten lang und solange der Cursor noch dahinter steht.
Außer dem Halten der Taste gibt es zwei weitere Weisen: Ein Druck schaltet das Diktat an und beim nächsten Druck wieder aus, oder du tippst die Taste kurz an und Fleech hört nach einer einstellbaren Pause auf.
Profile
Fleech bringt acht Profile mit, weitere legst du selbst an. Ein Profil legt fest, wie der Text bereinigt wird, und lässt sich einzelnen Programmen zuordnen. So kann dasselbe Diktat in zwei Programmen unterschiedlich ausfallen.




Was ins Netz geht
Beim Einrichten lädt Fleech Spracherkennung und KI-Modell herunter und installiert, falls nötig, Ollama. Danach sucht es nur nach Updates und prüft gelegentlich, ob es ein besseres Modell gibt. Installiert wird ein Update erst auf deinen Klick. Die Modellprüfung ist standardmäßig eingeschaltet und lässt sich abstellen.
Wer will, wählt in den Einstellungen statt der lokalen KI einen Cloud-Anbieter mit eigenem Schlüssel. Dann geht der erkannte Text, nie das Audio, an diesen Anbieter. Ohne diese Wahl verlässt der Text den Rechner nicht.
Das Protokoll in Fleech zeigt standardmäßig nur Wortzahlen, keine Inhalte.
Voraussetzungen
- Windows 10 oder 11, 64 Bit, ein Mikrofon
- rund 10 GB freier Speicher für Programm und Modelle
- Eine NVIDIA-Grafikkarte ist möglich, aber nicht nötig. Das Standardmodell der KI braucht rund 4 GB Grafikspeicher, wenn es auf der Grafikkarte läuft.
- Der Installer ist etwa 1 GB groß, braucht keine Administratorrechte und ist nicht signiert. Windows zeigt deshalb eine SmartScreen-Warnung, die du bewusst bestätigen musst. Die Prüfsumme steht auf der Release-Seite.
Linux gibt es bisher nur zum Selbstbauen aus dem Quelltext.
Lizenzen
Fleech ist frei und kostenlos unter der MIT-Lizenz, der Quelltext liegt auf GitHub. Die Modelle haben eigene Bedingungen: Die Spracherkennung stammt von Whisper, die voreingestellte KI ist Gemma, für die Googles Nutzungsbedingungen gelten. Ausgeführt wird die lokale KI von Ollama (MIT-Lizenz).
Diese Beschreibung bezieht sich auf Version 6.4.0.
Häufige Fragen
Kostet Fleech etwas?
Nein. Wer einen Cloud-Anbieter mit eigenem Schlüssel einträgt, zahlt dessen Preis selbst.
Braucht Fleech ein Konto?
Nein.
Welche Sprachen kann ich diktieren?
Deutsch und Englisch.